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Billaudelle-Lehmann, Angelika, geb. Billaudelle

1920 in Wilhelmshaven-Rüstringen – 22.5.1964 in Worpswede

Angelika B., nach der Schulzeit zuerst Schwesternschülerin, leistete den Reichsarbeitsdienst ab und wurde Helferin bei der Kinderlandverschickung nach Thüringen. Erst danach wurde sie zur technischen Zeichnerin in Dresden ausgebildet und als solche dort dienstverpflichtet.

Von 1948-1953 studierte sie Bildhauerei an der Staatlichen Kunstschule in Bremen bei Kubica. Gleichzeitig arbeitete sie an der Bauhütte. 1954 heiratete sie den Bildhauer Peter Lehmann[1], bekam drei Kinder und war als freischaffende Künstlerin tätig. Staat und Kirche waren ihre Auftraggeber. 1955 wurde dem Ehepaar in Koblenz ein staatliches Atelier zur Verfügung gestellt. 1962 zogen sie nach Worpswede. Mit Restaurationen alter Gebäude in Rheinland-Pfalz begann sie, weitere Arbeiten in Bremen und anderen Städten folgten. Sie hatte Ausstellungen u.a. in Trier und Bremen.

Sie schuf die Plastik „Seelöwen“, die sich auf dem Pausenhof der Schule an der Carl-Goerdeler-Str. im Stadtteil Bremen-Vahr befindet. Für die Schule an der Parsevalstraße schuf sie das Relief „Musizierende“, die in einer eher abstrahierenden Formensprache dargestellt sind.

Anmerkungen:
[1] Von ihm stammt die Figurengruppe Schweinehirt und seine Herde in der Sögestraße in Bremen.

Literatur und Quellen:
Die Bildhauer der Bremer Bauhütte, Ausstellungskatalog, Bremen 1986

Gisela Hildebrand