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Hadeln, Marie Adelheid, gen. Mimi, Freiin von

28.8.1873 in Arolsen – Todesdatum unbekannt

Über ihre Familie ist wenig bekannt, ihr Bruder, Detlev Freiherr von Hadeln (1878 – 1935), war Kunsthistoriker.

Sie erhielt – wie viele andere Malerinnen – eine differenzierte und gründliche Ausbildung. Ihr Studium begann sie 1892 bei Kallmorgen an der Kunstschule in Weimar und ging dann ab 1900 zu Buttersack nach München. Nach ihrer Übersiedlung nach Bremen wurde sie 1928 Mitglied der GEDOK[1]. Sie unternahm unter anderem in den 30er und 40er Jahren Studienreisen nach Florenz und Venedig. Von 1929 bis nach 1950 beteiligte sie sich an einer Vielzahl von Ausstellungen. Die zeitgenössischen Kritiken berichteten übereinstimmend von ihren malerischen und zeichnerischen Qualitäten.

Dennoch geriet sie schon zu ihren Lebzeiten in Vergessenheit. Sie verbrachte ihren Lebensabend in einem Altenheim in Bremen, wo sie sich „in besonderer Liebe der Kranken annahm, denen sie Freude bereitete und für die sie auch manches Bild malte.“[2]

Anmerkungen:
[1]
Die Künstlervereinigung wurde 1926 in Hamburg von Ida Dehmel (1870–1942) als „Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ gegründet.
[2] BN 24.8.1963.

Literatur und Quellen:
Bremer Nachrichten 24.8.1963

Inge Jacob