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Meyer, Fanny

28.8.1842 in Bremen – 23.12.1909 in Bremen

Fannys künstlerische Ausbildung begann in Bremen bei Christian Grabau, ab 1869 studierte sie an den Kunstschulen in Karlsruhe und München und unternahm Studienreisen nach Oberbayern, ins Salzkammergut und nach Tirol.

Es ist nicht bekannt, wann Fanny Meyer nach München kam. So kann nur vermutet werden, dass sie dort 1871 die Internationale Kunstausstellung sah, die einen besonderen Schwerpunkt auf die französische Landschaftsmalerei legte. Ihr Bild „Weiden am Teich“ (1871, Öl) erscheint wie ein romantisches Porträt einer alten Weide. Ob es repräsentativ für ihr Werk ist, muss offen bleiben, denn ihre Arbeiten befinden sich in Privatbesitz. Die Titel der im Kunstverein ausgestellten Bilder legen nahe, dass es ihr in ihren Landschaftsdarstellungen besonders um die Darstellung von Stimmung ging.[1]

Seit 1873 lebte sie wieder in Bremen, wo sie als Landschaftsmalerin arbeitete und sich an Ausstellungen beteiligte. Ihre Bilder waren regelmäßig in der großen Kunstausstellung des Kunstvereins zu sehen, Abbildungen finden sich in zahlreichen Katalogen der Kunsthalle Bremen. Sie besitzt auch ihre Werke „Weiden am Teich“(s.o.). und „Pflanzenstudie“ (Zeichnung, lav.Tusche).

Anmerkungen:
[1] Gudera, Alice in: online-Katalog der Kunsthalle Bremen, Zugriff 22.10.2015.

Literatur und Quellen:
Jacob, Inge: in: Cyrus, Hannelore u.a. (Hrsg.): Bremer Frauen, Bremen 1991, S.116
http://www.artefact.kunsthalle-bremen.de/data/dokumente/6/00028288_m.pdf, Zugriff 11.12.2015

Regina Contzen