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EXPERIMENT MODERNE. Bremen nach 1918

Führung in der Ausstellung im Focke-Museum So 28.Okt. 2018 – 12 Uhr – Focke-Museum für Mitglieder und Freundinnen des bfm. In einer breit angelegten Epochenausstellung wird die Zeit zwischen der Novemberrevolution von 1918 und dem Ende der Weimarer Republik beleuchtet. […]

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Filme von Frauen

AVA von Lea Mysius deutschlandweit im Kino. Orte und Termine finden Sie hier: https://bit.ly/2MZoGVM – Webseite zum Film: www.ava-film.de Inhalt: Salz in den Haaren, gegen die Sonne blinzeln, tropfende Badeanzüge, Pommes Frites und Eis: Ava verbringt den Sommer mit ihrer […]

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AKTUELL

Aktuelles Programm für das 2.Halbjahr 2020:

BFM Flyer 2020-2

Alle Veranstaltungen können nur mit Anmeldung besucht werden:
info(at)bremer-frauenmuseum.de


Cato Bontjes van Beek

wurde am 14. November 1920 geboren. Am 5. August 1943 wurde die 22-Jähringe als Widerstandskämpferin vom Naziregime ermordet.
Am Cato-Bontjes-van-Beek-Platz in Kattenturm wurde an sie erinnert:
Sa 14.11.2020 ab 13 Uhr – In Kooperation mit dem Stadtteilmanagment Kattenturm

Fotos: Regina Contzen


Tami und die anderen

Der Vortrag über Tami Oelfken und die Reformpädagogik in Bremen in Kooperation mit dem Schulmuseum muss coronabedingt ausfallen.

Tami Oelfken: s. Frauenporträts


Ehrung für Gisela Bentz

Einweihung einer Gedenktafel an der Spielwiese im Bürgerpark

Mit Beteiligung von Tim Großmann, Parkdirektor; Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport; Helke Behrendt, Landessportbund Bremen e.V. und Martina Krause, Spieltreffleiterin. 

Gisela Bentz (17.7.1920 – 2.11.2011) war seit ihrer Kindheit aktive Sportlerin, dann Sportlehrerin und als Hochschullehrerin in der Ausbildung von Sportpädagogen aktiv. Sie engagierte sich im Schul- und Breitensport auch für die Frauen- und Mädchenbelange. Mit dem Motto „Spiel mit – da spielt sich was ab!“ gründete sie 1980 den ständigen Spieltreff im Bürgerpark und setzte damit neue Akzente für Spielfeste als Großveranstaltungen.

Ausführliche Informationen über sie in: Bremer Frauenmuseum (Hrsg.): Frauen Geschichte(n). Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven, Bremen 2016.

Mehr unter: Nachrichten


Neuerscheinung

Mit den Stimmen der Frauen.
100 Jahre Frauenwahlrecht und Engagement für Gleichberechtigung in Bremen

176 Seiten, zahlreiche Abbildungen. 18,90 Euro
erhältlich im Shop des Weser-Kurier und im Buchhandel

Das Buch stellt den Kampf der Frauen für ihr Wahlrecht bis hin zur Forderung nach politischer Partizipation in Bremen dar und spannt damit einen Bogen von den Kämpfen vor 100 Jahren bis heute. Neben Texten enthält es ausgewählte Dokumente und zahlreiche Abbildungen, Fotos, Illustrationen und Plakate. Es ist ein Beitrag zur Geschichte Bremer Frauen, der ihr Engagement und ihre Leistungen in ihrem gesellschaftlichen Umfeld und im historischen Kontext darstellt. Zum vorliegenden Buch haben zehn Autorinnen aus Bremen mit mehreren Texten beigetragen.

Die Herausgeberinnen bilden den Vorstand des Bremer Frauenmuseums e.V.
Anka Bolduan ist freiberufliche Museumsberaterin und war langjährige Projektleiterin für Bildung und Vermittlung am Übersee-Museum Bremen. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen.
Regina Contzen war Kunstpädagogin im Bremer Schuldienst und ist Mitherausgeberin des Bremer Frauenlexikons Frauen Geschichte(n). Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven (Bremen 2016) – ausgezeichnet mit dem Bremer Preis für Heimatforschung der Wittheit zu Bremen.
Marion Reich arbeitete als Diplom-Übersetzerin und ist Autorin von Elisabeth Forck. „Ich tat nur meine Christenpflicht.“ Aus dem Leben der Bremer Pädagogin (Bremen 2015) – ausgezeichnet mit dem Bremer Preis für Heimatforschung der Wittheit zu Bremen.

Flyer Buch Frauenwahlrecht


Paritätsgesetz: Leserbrief

s. unter Nachrichten


Bilderstrecke:

Paula in Zeiten von Corona

von Christine Holzner-Rabe: Paula Modersohn in Corona-Zeit


„Bücher sind Lebensmittel!“

wusste auch Thea Mügge (1896 – 1981).

mehr in: Frauenporträts


Das Bremer Frauenmuseum nimmt Abschied

Zum Tod von Paula Bücking (1921 – 2020)

Für ihre Freunde und Bekannten war sie „Paula“.
Aber sicher war nicht allen bewusst, welch ein Mensch sich hinter diesem Namen verbarg.

Paula war die jüngste Tochter bzw. eines von acht Kindern von Theodor Spitta und seiner Frau Paula Lizkow. Er war Jurist, Vaters der Bremer Landesverfassung von 1946, und später Bürgermeister von Bremen, sie gehörte zu den Gründerinnen der Anthroposophischen Gemeinschaft in Bremen.

Paula heiratete 1950 Lutz Bücking, KP-Mitglied, der mit seinen vier Brüdern dem Widerstand angehört hatte. Nach seinem frühen Tod 1956 zog sie die beiden Kinder Robert und Christine Bücking alleine groß. Paula hatte – ihren naturwissenschaftlichen Neigungen folgend – an der Universität Göttingen die Fächer Erdkunde, Chemie und Physik für das Lehramt studiert. Danach ging sie für zwei Jahre an eine Universität in den USA, wovon sie begeistert zurückkehrte, studierte Psychologie, promovierte und wurde Lehrerin am Bremer Kippenberg-Gymnasium. Bald darauf wurde sie zur Fachleiterin am Studienseminar ernannt.

Wie schon während ihrer Zeit als Lehrerin galt ihr Hauptinteresse der Frage, wie die Verbrechen des deutschen Faschismus möglich waren. Vor diesem Hintergrund suchte sie als eine der ersten mit den Jugendlichen KZs auf, widmete sich der Erziehung gegen den Faschismus und für eine pazifistische Politik und war eine Pionierin sexueller Erziehung und Toleranz gegen Homosexualität, überhaupt eine Pädagogin der Menschlichkeit.

Darüber hinaus war sie in einer Gruppe Freinet Pädagogik engagiert,  ebenso in der Blauen Karawane, die sich wie auch das spätere Blaumeier-Atelier für die Zusammenarbeit von Behinderten mit Nicht-Behinderten einsetzt. Sie nahm an jeder der zahlreichen Friedensdemonstrationen teil und war jahrelang Mitglied in der GEW.

Ihre Offenheit für künstlerische Aktivitäten zeigte sie auch in ihrer Beteiligung an der sogenannten „Spinner-Gruppe“, in der befreundete Kolleginnen und Kollegen, Juristen und Künstler sich mit Gesang, Schauspiel, Lektüren und Diskussionen befassten, und ihr Interesse an frauengeschichtlichen Themen durch ihre Mitgliedschaft im Bremer Frauenmuseum (e.V.).

So gedenken wir dieser zierlichen, freundlichen und bis ins hohe Alter aktiven Frau mit großer Anerkennung und danken ihr von Herzen.

Romina Schmitter
Oktober 2020

Zum Tod von Heidi Caßens (1941 – 2020)

Heidi Caßens ist gestorben. In ihrer stillen, zurückgenommen Art hat sie seit fast 30 Jahren unsere Arbeit im Bremer Frauenmuseum aktiv unterstützt, bei allen unseren Veranstaltungen und Aktionen war sie immer mit dabei.

So hat sie viele Jahre die Arbeit des Vorstands mitgestaltet, sich mit Vorträgen für die Straßenbenennung nach bedeutenden Frauen eingesetzt, bei der Durchführung der Kunstausstellungen mitgearbeitet, bei der Auswahl der Künstlerinnen ebenso geholfen wie bei der Hängung der Bilder bis hin zum Sektausschank bei den Vernissagen. In ihrer ruhigen, sachlichen Art vertrat sie klare feministische Positionen, ihre Beiträge waren stets konstruktiv und hilfreich.

Wir haben sie sehr geschätzt, wir vermissen sie.

 

Zum Tod von Hannelore Cyrus (1935 – 2020)

1990 gründete und leitete Hannelore Cyrus die Feministische Geschichtswerkstatt von belladonna. Mit der Herausgabe des ersten Bremer Frauenlexikons „Bremer Frauen von A bis Z“ 1991 mit über 200 Frauenbiografien, ehrenamtlich erarbeitet von acht Autorinnen, setzte sie einen Meilenstein in der Bremer Frauen-Geschichtsforschung. Hannelore Cyrus verfasste viele Artikel und das Vorwort. Darüber hinaus übernahm sie zielstrebig die gesamte Organisation der Drucklegung und konnte auch eine finanzielle Unterstützung des Projekts beim Bremer Senat einwerben. Auf der Grundlage dieses Buches, das auf einer Initiative von Elisabeth Hannover-Drück beruht, die später mit einigen Frauen der Geschichtswerkstatt das Bremer Frauenmuseum e.V. gegründet hat, erschien 2016 als erweiterte Neuauflage „Frauen Geschichte(n). Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven“ mit über 300 Biografien, davon sind 11 Artikel von Hannelore Cyrus.

Wir haben ihr viel zu verdanken.


Das Bremer Frauenmuseum zu Gast bei Elke Büdenbender im Bundespräsidentenpalais

Matinee für Louise Ebert

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