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Genderpolitik in der Ausstellungspraxis. Veranstaltung 2012

Diese Veranstaltung steht im Rahmen unserer Bemühungen, in der Ausstellungspraxis der Museen das Thema Geschlechtergerechtigkeit zu verankern. Im letzten Jahr besuchten wir die Bremen-Abteilung des Übersee-Museums und das Focke-Museum.

In der gut besuchten Veranstaltung gab es eine lebhafte Diskussion vor allem um die Frage der mangelnden Repräsentanz von Frauen in Ausstellungen und in der Praxis der Preisvergabe sowie um die Marketingstrategien von Museen. Dass es dazu Anlass gab, zeigt die Statistik: In den letzten Jahren hat es hier zwar eine sichtbare Veränderung gegeben, aber von einer Geschlechtergleichheit kann noch nicht die Rede sein.

29.11.2012 im Gerhard-Marcks-Haus

Eröffnung der Veranstaltung durch Dr. Angelika Saupe bfa, links Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses, Janneke de Vries, Direktorin der GAK Bremen, Dr. Frank Laukötter, Direktor des Paula Modersohn-Becker Museums, Moderation Edith Laudowicz, Foto Regina Contzen

Bundesweit in Museen und bekannten Galerien beträgt der Anteil der Ausstellungen von Künstlerinnen nicht mehr als 15 %.

  • Kunstpreis der Böttcherstraße
    bis 1985:  290 Nominierungen, darunter 8 Frauen
    1985 – 2012: 130 Künstler vorgeschlagen, davon 25 Frauen, obwohl der Anteil der Frauen nur 15% betrug, war ihr Anteil bei den Ausgezeichneten 25%
  • Kunsthalle Bremen
    2000-2012: 48 Ausstellungen – 12 Künstlerinnen
  • GAK
    1981-2012: 87 Ausstellungen – 21 Künstlerinnen
  • Gerhard-Marcks-Haus
    30 Ausstellungen – 8 Künstlerinnen
  • Museum Weserburg
    1992 – 2012: 69 Ausstellungen – 22 Künstlerinnen