Artikel

Becker, Käthe

10.3.1899 in Ahlen (Westfalen) – 23.9.1975 in Bremerhaven

Die Pfarrerstochter wurde nach dem Besuch des Lyzeums in Hamm und Düsseldorf sowie dem Studium der Medizin in Marburg, Bonn und Kiel 1925 promoviert. Es schloss sich eine mehrjährige Assistentenzeit in Hamm sowie die Ausbildung zur Fachärztin für Kinderheilkunde in Essen und danach in Bethel an, wo sie Oberarztfunktionen ausübte.

1936 eröffnete sie eine eigene Kassen- und Privatpraxis in Wesermünde-Geestemünde. 1940 übernahm sie zusätzlich nebenamtlich die Leitung der neueröffneten Kinderabteilung des Städt. Krankenhauses Geestemünde, die 1943 kriegsbedingt nach Drangstedt (Landkreis Wesermünde) verlegt und erst 1963 wieder nach Bremerhaven-Geestemünde in das „Krankenhaus am Bürgerpark“ zurückverlegt wurde. Die Funktion als Chefärztin wurde ihr dann im Juli 1950 auf hauptamtlicher Basis übertragen. 1959 folgte die Berufung zur leitenden Chefärztin des Waldkrankenhauses der Stadt Bremerhaven in Drangstedt.

Nach dem Eintritt in den offiziellen Ruhestand 1964 und Vertragsverlängerung bis Anfang 1966 eröffnete sie aus Gründen einer fehlenden Altersversorgung wieder eine eigene Praxis, die sie bis zu ihrem Tode weiterführte. Daneben übernahm sie die ärztliche Betreuung der im städtischen Säuglingsheim untergebrachten Kinder.

Die unverheiratet gebliebene Ärztin ist vielen Bremerhavenern als aufopferungsvolle Frau von unermüdlicher Schaffenskraft in Erinnerung, die vollständig in ihrem Beruf aufging.

Literatur und Quellen
Bickelmann, Hartmut (Hrsg.): Bremerhavener Persönlichkeiten aus vier Jahrhunderten, Bremerhaven 2. Aufl. 2003, S. 34-35 (Erstveröffentlichung), dort ausführliche Nachweise.

Dr. Hartmut Bickelmann