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Bremer Preis für Heimatforschung 2017

Das Bremer Frauenmuseum wurde am 26.4.2017 in einer Festveranstaltung im Staatsarchiv Bremen für die Herausgabe des Buches „Frauen Geschichte(n) – Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven“  von der Wittheit zu Bremen mit dem Bremer Preis für Heimatforschung 2017 ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung.

Alle Fotos: Joachim Koetzle, Staatsarchiv Bremen

 

„Bremer Preis für Heimatforschung“ für ‚Frauengeschichte(n) – Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven‘

In einer Feierstunde im Staatsarchiv Bremen überreichte Prof. Dr. Hans Kloft (stellvertr. Präsident der Wittheit) diesen Preis an Regina Contzen, Romina Schmitter und Edith Laudowicz . Die Herausgeberinnen des 500 Seiten umfassenden Werkes zeigen in ihrem biografischen Frauenlexikon die Wirkung und Nachhaltigkeit bemerkenswerter Frauen in Politik, Kunst und Kultur.

Dieser durchaus bedeutende und gut dotierte Preis wird jährlich ausgelobt und von den vielen Trägervereinen unter dem Dach der „Wittheit“ für qualitätsvolle Beiträge zur Heimatforschung vergeben.

Heimat? Der Begriff ist ja durchaus belastet. Prof. Kloft betonte aber in seiner Laudatio, dass der Begriff ‚Heimat‘ ja durchaus nicht rechtslastig oder national ist. Er zitierte Kurt Tucholsky, der dafür eintrat, ihn nicht den Rechten, den Konservativen zu überlassen. So wird heute z. B. In den USA in der modernen Soziologie / Kulturanthropologie sogar unter dem Schlagwort „heimatism“ in modernen theoretischen Arbeiten nach Erlebnisformen und Lebensgefühl von Angekommensein, Inklusion und emotionaler Verortung geforscht – eine Erlebnisform, die nicht nur intellektuell ist.

Romina Schmitter dankte im Namen des Bremer Frauenmuseums für die Würdigung: Es arbeitet in den sechsundzwanzig Jahren seines Bestehens daran, bedeutende Bremerinnen vor dem Vergessen zu bewahren, und es ist mit zahlreichen und viel beachteten Unternehmungen an die Öffentlichkeit getreten. Sie sagte: „Wenn Sie das Museum besichtigen wollen, werden Sie nichts finden. Wir haben uns zwar wiederholt darum bemüht, ein Haus oder wenigstens einen Raum zu bekommen, sind damit aber erfolglos geblieben. (sic! Auch bezeichnend für unsere Gesellschaft! Anm. H. E.) Und so haben wir aus der analogen Not eine digitale Tugend gemacht und ein virtuelles Museum etabliert. Das heißt, Sie können uns auf unserer Internetseite www.bremer-frauenmuseum.de – wie es im Computerjargon so schön heißt – „besuchen“. Mit dieser Lösung befinden wir uns übrigens in bester Gesellschaft, denn die Idee musealer Virtualität geht auf einen früheren Leiter der Kasseler documenta zurück.

Unsere Ausstellungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen konnten in unterschiedlichen Institutionen veranstaltet werden. So waren die Bild- und Texttafeln zum Thema „75 Jahre Frauenwahlrecht zur Bremischen Bürgerschaft“ 1994 im Foyer des Landesparlaments zu sehen. Die Ausstellung „Marie Mindermann und die 48 – er Revolution in Bremen“ wurde 1998 hier im Staatsarchiv gezeigt, und die Podiumsdiskussion zur „Rolle der Frauen im Prozess der deutschen Einigung 1989/90“ fand 2010 im Kaminsaal des Rathauses statt. …

Viermal jährlich zeigen wir die Werke Bremer Künstlerinnen in den Räumen der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) in der Knochenhauerstraße.

Und wenn Sie beim Gang durch die Stadt auf Straßenschildern die Namen bedeutender Frauen finden sowie die dazu gehörigen Legenden, dann geht das in den meisten Fällen auf unsere Initiative zurück.“

Ich kann nur sagen: Alle Achtung!

Hilke Emig

Kunst in der Knochenhauerstrasse

Aktuelle Ausstellung – Lichter Augenblick – Svenja Wetzenstein

11. Mai bis 30. August 2017
Malerei

Erinnerungen sind ihr Thema: Die Malerin Svenja Wetzenstein hält sie fest in Öl auf unbehandelten Holzplatten. Einblicke in ihre Arbeit bietet die Ausstellung des Bremer Frauenmuseums „lichter Augenblick“, die am Mittwoch, 10. Mai um 18 Uhr, im Rahmen der Reihe „Kunst in der Knochenhauerstraße“ in der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF), Knochenhauerstraße 20-25, eröffnet wurde. Die Künstlerin war anwesend und Kuratorin Anka Bolduan führte in die Werkschau ein.

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Gedenktafel für Aline von Kapff

Die Freude war groß, dass anlässlich eines Familientreffens der Familie von Kapff in Bremen eine Gedenktafel für Aline von Kapff am Kippenberg-Gymnasium angebracht wurde. Hier stand das elterliche Landhaus, das sie als Tochter des Kaufmanns und Inhabers der Weinhandlung Ludwig […]

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Veranstaltungen Anderer

Femmes Totales Filmtour Vom 26.-29. Juni können Sie mit „Hitzewelle“ den letzten Film der „Femmes Totales Filmtour“ im Kino City 46 in Bremen sehen. Jeweils um 20 Uhr entführt Sie das außergewöhnliche Spielfilmdebut der französisch-libanesischen Regisseurin Joyce Nashawati mit fantastischen Bildern in die nahe […]